Wie so viele Familien hat der Coronalockdown uns als Familie und #coronaeltern unerwartet getroffen. Wir haben zwei Schulkinder von 8 Jahren in der 2. Klasse und sind beide selbstständig. Die letzen Wochen waren eine Erfahrung, mit vielen Neuerungen mit denen es umzugehen galt und immer noch gilt. Vor Kurzem habe ich über meinen Zusammenbruch geschrieben, doch möchte ich nicht missen auch über das Positive zu schreiben, was wir für uns als Familie mitgenommen und gelernt haben. Denn die Medaille hat immer zwei Seiten und bei all der Überforderung, gab es einfach auch schöne Aspekte:

Wir Eltern:

  • Wir sind unglaublich flexibel und können uns schnell auf neue Situationen einstellen
  • Auch wenn wir 24 Stunden, Tag für Tag, Woche für Woche aufeinandersitzen, kommen wir sehr gut mit einander aus. Als Paar und als Familie.
  • Unser 50/50 Prinzip der Kinderbetreuung, des Haushalts und der Arbeit halten wir auch in solchen Phasen im Interesse von beiden Elternteilen so gut es geht aufrecht.
  • Auch in dieser speziellen Situation lassen wir jedem Familienmitglied seinen Freiraum, Zeit für sich alleine, ohne Vorwürfe sondern mit Wissen um die Wichtigkeit.
  • Zwillinge zu haben ist ein enormer Vorteil, da sich beide gemeinsam bespielen können und so die abwesenden Freunde weniger schmerzen
  • Dass die kreativen Ideen der Freizeitgestaltung auf eingegrenztem Raum und viel Familienzeit nur so sprießen
  • Wir sind Eltern, keine Lehrer, und möchten diesen Beruf auch wirklich niemals ergreifen.
  • Die Zwillinge genießen die Zeit mit uns Eltern unglaublich und können laut eigener Aussage gar nicht genug davon bekommen
  • Eine Tagesstruktur gibt uns Halt und ist unglaublich hilfreich.
  • Mit unverhoffter Zeit probiert man auch einmal neue Dinge aus, z.B. habe ich mich doch mit dem Joggen anfreunden können
  • Das Wissen, darum dass uns gemeinsame Zeit als Familie und mit den Kindern geschenkt wurde, die wir in dem bisherigen „normalen“ Alltag in all seiner Fülle nie gehabt hätten.

Die Zwillingsherzdamen

  • Können jetzt, nach viel Übung und Zeit, Federballspielen. Und das macht mit Eltern und Zwillingsschwester Spaß.
  • Die Uhr lesen ist gar nicht so schwierig.
  • Jeden Tag mit uns gemeinsam planen und gestalten zu können, auch nach ihren Vorstellungen, ist super.
  • Tomaten zu sähen, Bäume zu pflanzen, den Garten zu jäten, macht Freude.
  • Wenn man müde ist geht man ins Bett, das kann früher, aber eher später sein.
  • Jeden Morgen mit Mama im Bett zu kuscheln, so lange man möchte, ist ein Traum.
  • Mama ist eine gute Lehrerin (ja, das haben sie tatsächlich gesagt, auch wenn ich in manchen Situationen kurz vor dem Nervenzusammenbruch stand)
  • Am liebsten würden sie immer mit Mama und Papa zu Hause sein wollen (ja…wirklich! Ihre Aussage)
  • Die Eltern freuen sich unglaublich, wenn sie im Haushalt helfen und das Essen unabhängig von uns vorbereiten
  • Dass es viele Möglichkeiten und Wege gibt mit den Freunden in Kontakt zu sein, auch wenn man sie nicht sehen kann. Briefe schreiben, Pakete schicken, Telefonate, Videotelefonat
  • Es ist toll eine Zwillingsschwester zu haben

Wie ist es bei Dir? Was habt Ihr als Eltern und Eure Kinder Positives aus dieser verrückten Coronazeit mitgenommen?

Unterschrift Inga Es sind zwei

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.