Mist, ich stecke fest….Einkaufen mit Zwillingswagen

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es-sind-zwei.de DAS Zwillingsportal Einkaufen mit Zwillingen
©September15, canva

Der Kühlschrank ist leer, alles Notwendige neigt sich dem Ende entgegen und es wird Zeit einkaufen zu gehen. Eigentlich keine große Sache, doch heute bin ich alleine mit den Zwillingen, der Zwillingspapa ist auf Reisen. Das bedeutet für mich: alleine Einkaufen mit dem Zwillingswagen und Zwillingen im Gepäck.

Der Zwillingskinderwagen hatte glücklicherweise ein großes Einkaufsnetz, um alles zu verstauen und zusätzlich einen Korb unter den Liegeflächen. Damit war ich in der Lage das absolut Notwendige zu transportieren und konnte einen Einkauf mit einem kurzen Spaziergang verbinden. Ich passte also das Zeitfenster nach dem Stillen und Wickeln ab, packte die Zwillingsbabys ein und los ging es zum Einkaufen mit Zwillingen.

Nur ein paar Besorgungen machen. Schnell, da meine Zeitfenster zwischen den Mahlzeiten recht kurz waren und ich den Moment nutzen wollte, wo die Zwillingsherzdamen schliefen. Meine Idee war, wieder zu Hause zu sein, bevor sie unruhig wurden.

Was für eine abstruse Einkaufssituation mich an diesem Tag erwarten würde, kann sich niemand im Entferntesten vorstellen…

Einkaufen mit Zwillingswagen

Angekommen im Einkaufszentrum, machte ich mich auf den Weg zu dem Lebensmittelgeschäft.

Was ich nicht bedacht hatte: am frühen Morgen waren vorrangig ältere Menschen unterwegs, die sich förmlich auf mich und die Zwillinge stürzten.

„Hach Gottchen, sind das Zwillinge?!“,

„Na, da haben Sie aber viel Arbeit!“,

„Wie alt sind denn die beiden Herzchen? Sind die nicht etwas zu kalt angezogen?“

wurde ich von mir unbekannten Personen auf unterschiedlichste Art und Weise angesprochen. Ich kommentierte jeweils freundlich und versuchte möglichst mein Ziel des Einkaufens nicht aus dem Auge zu verlieren. Langsam begann bereits eine der Zwillingsherzdamen unruhig zu werden. Mir war klar, die Zeit drängte und für eine Smalltalk hatte ich weder Zeit noch Ruhe, bei manchen der Kommentare auch wenig Lust.

Endlich hatte ich mich zum Laden durchgeschlagen und begann nun das Notwendige einzupacken. Um zur Kasse zu gelangen, musste ich eine flachlaufende Rolltreppe nutzen. Kurzes Augenmaß, ja das sollte mit dem Zwillingskinderwagen passen. Und puh, wir passten genau.

Ich fuhr also auf der Rolltreppe bis zur Kasse. Auf dem Weg dahin schlug Zwillingsherzdame ihre Augen auf und schaute mich an und gluckste. Die Fäustchen gingen immer mehr zum Mund, das Schmatzen verstärkte sich und ich ahnte, hier hat bald jemand Hunger. Ich lief strammen Schrittes zur Kasse. „Nur schnell die Waren auf das Band legen und bezahlen und dann ab nach Hause“, dachte ich. Ich legte die Waren auf das Band und hörte, dass nun auch Zwillingsherzdame 2 glucksend aufgewacht war. Zwillingsherzdame 1 wurde bereits hörbar etwas unleidlicher. Mein Stresspegel stieg langsam aber sicher an.

Ich versuchte mich parallel sowohl auf meine nun wachen Kinder, als auch auf das Einpacken des Einkaufs und das Bezahlen zu konzentrieren. Leider übersah ich dabei, dass von den Kassen jeweils Handläufe abgingen, so dass man einmal eingereiht, nicht einfach die Kasse wechseln konnte.

Ich schob also den Zwillingswagen nach vorne um abrupt stehen zu bleiben. Die Handläufe, also Geländer, links und rechts waren so eng beieinander, dass ich mit dem Zwillingswagen nicht hindurch passte…Ich suchte den Blick der Kassiererin, die meinte: „ Das müsste doch passen, ist doch extra die breite Kasse für Kinderwägen.“ Ich probierte, doch es ging leider nicht vorwärts. „Mist, ich stecke fest, „ dachte ich und sah dass hinter mir bereits eine längere Schlange an wartenden Einkäufern stand.

Der Herr hinter mir sprach mich an und sagte: „ Komm´se, dass wird schon gehen, soll ich mal helfen?“ Ich bedankte mich und er versuchte den Zwillingskinderwagen durch den Gang zu drücken. Mit dem Erfolg, dass dieser mit Zwillingen und Einkauf noch mehr zwischen den Geländern steckte und nicht wirklich vorwärts, aber auch nicht rückwärts wollte. Mittlerweile jammerten die Zwillingsherzdamen und wurden von Sekunde zu Sekunde unleidlicher.

Mir war schrecklich heiß.

Ich versuchte gemeinsam mit dem hilfreichen Herren den Zwillingskinderwagen samt Einkauf und Kindern wieder aus dem Gang herauszuziehen. Aber er bewegte sich kein Stück.

„Was ist denn da vorne los?“ ruft es hinten aus der Reihe. „Kann man nicht noch eine Kasse aufmachen?“

Ich stehe bereits etwas verloren zwischen Kassiererin, Helfer und meinen Kindern. Ich nehme Zwillingsherzdame 1, die mittlerweile weint aus dem Kinderwagen und halte sie im Arm, während ich beruhigend auf Zwillingsherzdame 2 einrede. Die Kassiererin ruft über das Mikrophon nach Kollegen.

Ich schwitze und will einfach nur raus aus diesem Laden.

Die Kollegen kommen, ich habe mittlerweile Zwillingsherdame 1 in die Trage gepackt und auch Zwillingsherzdame 2 aus dem Kinderwagen in meine Arme genommen. Parallel versuchen mehrere Kollegen den Zwillingskinderwagen aus dem Geländer herauszubekommen. Sie drücken ihn nach oben und tragen ihn mit kräftigen Armen über die Geländer hinweg.

Ich laufe fix und alle mit den Nerven und zwei weinenden Kindern hinter ihnen her.

Ich glaube ich war noch nie so glücklich, endlich einen Laden verlassen zu dürfen! Wie Du Dir vorstellen kannst, habe ich den Drogeriemarkt dann Drogeriemarkt sein lassen…

Und die Moral von der Geschicht? Gibt es nicht….

Um Dich zu beruhigen… dies ist wirklich nur ein einziges Mal in meiner Zwillingskinderwagenkarriere beim Einkaufen mit Zwillingswagen geschehen und rückblickend kann ich über diese abstruse Situation von Herzen lachen!

Hast Du ähnliche – im Nachgang lustige – Geschichten erlebt? Teile sie gerne mit uns!

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