Zwillinge in der Schule: Auf der Suche nach der Konzentration

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Zwilliinge in der Schule: Auf der Suche nach der Konzentration Es sind zwei DAS Zwillingsportal
© feelgoodjunkie, Pixabay

Kennst Du das? Wenn es um das Thema Hausaufgaben geht, dann ist die Konzentration der Zwillinge sehr schnell wie weggeblasen. Mir geht es vor allem mit einer meiner Zwillingsherzdamen genau so. Beim Malen und Spielen, beim Basteln und Sport, könnte die Konzentrationsphase nicht länger ausfallen. Mit Hingabe und voller Konzentration wird hier alles bespielt und bemalt. Doch wenn es um das leidige Thema Hausaufgaben geht, dann habe ich das Gefühl ein anderes Kind sitzt vor mir.

Bis wir überhaupt dazu kommen, gemeinsam am Tisch zu sitzen, alle Aufgaben parat, die Federtasche auf dem Tisch, vergeht schon ein Moment. Schon beim Lesen der Aufgabe wird das Kind unruhig und kaut auf dem Bleistift herum. Ist die Aufgabe trotz nochmaligem Vorlesen nicht für sie klar, wird sie hektisch und genervt, schaut in die Luft und auf das Blatt, wieder in die Luft, wackelt auf dem Stuhl hin und her, usw. So kann sich das Thema Hausaufgaben eine Weile hinziehen. Nach mehreren Malen mit immer demselben Ablauf, begann ich nach Lösungsansätzen zu suchen. Leider kommt man sowohl als Eltern, als auch als Kind um Hausaufgaben nicht herum, aber wäre es nicht schön, wenn man dies auch mit etwas Freude und Konzentration zusammen durcharbeiten könnte?

Ganz bewusst mache ich die Hausaufgaben mit jedem Zwilling gemeinsam. Denn nur so, kann ich einschätzen wie sich jeweils auf die Themen und Aufgaben einstellen können, was sie ggf. für Hilfsmittel und Hilfestellungen benötigen, wie sie an die Aufgaben herangehen. Ich hoffe sie damit auf dem Weg zum selbstständigen Lernen begleiten zu können, ihnen individuelle Strategien zu zeigen, um sich den Aufgaben zu nähern. Eine der Zwilingsherzdamen ist hier sehr souverän. Bei ihr scheitert es eher an der Lust und nicht an der Hausaufgabe und den Aufgabenstellungen an sich. Bei der Zwillingsschwester allerdings, ist die Lust da, aber Aufgabenstellung und Konzentration darauf, gestalten sich schwierig.

Vorbereitung

Wie viele Eltern, suchte und suche ich immer neue Lösungsansätze. Ganz unabhängig von den Hausaufgaben, habe ich mir schon lange angewöhnt sie auf die anstehenden Dinge vorzubereiten. Sie kommen von der Schule und wir alle haben erst einmal Zeit zu entspannen.  In Ruhe ankommen, etwas essen, ein Hörspiel hören, etwas aus der Schule erzählen, was auch immer zur Entspannung gerade benötigt wird ist erlaubt. Nach einer halben /dreiviertel Stunde gehe ich ins Kinderzimmer und frage wer, denn als erstes mit mir Hausaufgaben machen möchte.

Recht schnell sagt eine der Beiden: „Ich“.

„Dann so in 10 Minuten?“

„Ja.“ .

„ Ok, dann komm wenn Du soweit bist“.

Das habe ich mir bereits lange angewöhnt, denn so können sie ihr aktuelles Spielprojekt abschließen und sind etwas bereiter für Hausaufgaben.

Tatsächlich kommt Zwillingsherzdame 2 dann auch immer nach kurzer Zeit und dann beginnt das, was ich oben beschrieben habe. Zappeln, in die Luft starren, Unlust.

Ortswechsel

Also, teste ich erst einmal andere Orte und Positionen für die Hausaufgaben. Zum Beispiel haben wir uns, wenn sie sehr viel auf dem Stuhl herum wackelte, einfach einmal mit einem Kissen auf den Boden gelegt und die Hausaufgaben im Liegen gemacht. Erstaunlicherweise klappte dies tatsächlich etwas besser, aber auch nicht immer. Daher machen wir es jetzt mal zusammen am Küchentisch sitzend und mal zusammen auf dem Boden liegend.

Nascherei

Eigentlich jedes Mal springt das Kind nach 5 Minuten auf und holt sich etwas zu Essen. Wenn sie dann wieder am Tisch sitzt, ist die kurze Konzentrationsphase wieder weg und wir fangen von Vorne an. Daher habe ich seit dem immer ein paar Mandeln oder Kekse dort liegen und sie kann sich etwas davon nehmen. Das klappt super und ist schon Teil des Hausaufgabenrituals.

Zeiteinteilung

Wie Du Dir vorstellen kannst, wenn Du dies liest, kann so je nach Fülle der Hausaufgaben, ganz schön viel Zeit vergehen. Empfohlen wird bei Kindern in der 3 Klasse, etwas 35-45 Minuten Hausaufgabenzeit am Tag einzuplanen, bei „ durchschnittlichem Arbeitstempo.“

Wenn es bei uns an die ungeliebten Mathehausaufgaben geht, dann gibt es Phasen, wo wir diese in dieser Zeit bei dem Tempo gerne mal überschreiten würden. Aber das ist sowohl eine Qual für das Kind, als auch für das Nervenkostüm von mir als Mama. Daher war ich super glücklich, als ich von Dr. Martina Stotz Kinderpsychologie auf Instagram ein Video sah, wo sie eine Pomodoro App empfahl. Ganz einfach erklärt ist dies eine Uhr, in der Du ein individuelles Zeitfenster einstellen kannst, in dem Du Dich einem Thema widmest, dann einen kurze Pause machst, um anschließend wieder ein Zeitfenster des konzentrierten Arbeitens zu definieren. Die Uhr ist visuell auf dem Handy mit der ablaufenden Zeit und klingelt, sobald die Zeit um ist.

Das Schöne ist, dass sowohl Eltern als auch Kind mehr Zeitgefühlt für die Bearbeitung der Aufgaben entwickeln und die Pausen und Bearbeitungszeit klar definiert sind. Wir haben für uns nun folgendes eingestellt:

20 Minuten Hausaufgaben

5 Minuten Pause für Toilette, Essen, kurze Bewegung

und dann noch einmal 20 Minuten Hausaufgaben.

Und wenn dann nicht alles bearbeitet ist, muss es halt einen Tag später bearbeitet werden. Denn nun ist FREIzeit.

Zwillingsherzdame 2 liebt die Pomodoro App sehr.  Es hilft Ihr sich für einen Zeitspanne zu fokussieren und sie weiß, dass sie dann auch eine Pause hat. Mittlerweile gehört die Uhranzeige auf dem Handy zu unserer Hausaufgabenzeit dazu und ist ein super Hilfsmittel.

Duft

Last but not least, habe ich zur Unterstützung der Konzentration, das ätherische Duftöl „Leichter Lernen“ von Primavera, genutzt, womit sie sich vor den Hausaufgaben kurz die Handgelenke einstreicht.

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Gut duftend und konzentrationsfördernd, ein weiterer Baustein auf dem Weg zur entspannteren Hausaufgabenzeit.

Du siehst, wir haben seit dem Beginn der Hausaufgaben, einige Dinge an die Bedürfnisse meiner Tochter angepasst. Es klappt Schritt für Schritt immer besser mit der Konzentration. Aber es ist ein Weg und ich bin gespannt zu sehen, wie sich diese Thematik weiter bei uns in der Familie entwickelt.

Ich hoffe dies gibt Dir möglicherweise auch einige Anregungen. Natürlich wäre es wundervoll, wenn Du Deine Erfahrungen der Konzentrationsförderung mit mir in den Kommentaren teilst.

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